Für Schulen

Stressprävention für Lehrkräfte

Pädagogischer Tag, Kollegiums-Workshop oder Vortrag - in Leipzig und Umgebung. Zwei Themen stehen zur Wahl: der eigene Umgang mit Anspannung und das Geschehen im Unterricht. Beide gehören zu dem, was ich als Psychologe und Hochschullehrer für Lernen und Instruktion lehre.

Auf einen Blick

Kurz gefasst

Zwei Themen. Der eigene Umgang mit Anspannung - und das Geschehen im Unterricht: von der Rückmeldung über Aufgaben und Gruppenarbeit bis zu Motivation und Lernemotionen.

Drei Zuschnitte. Pädagogischer Tag, halb- oder ganztägig fürs ganze Kollegium · Kollegiums-Workshop von drei bis fünf Stunden für bis zu etwa 25 Personen · Vortrag von 60 bis 90 Minuten, etwa für eine Gesamtkonferenz.

Am häufigsten gefragt: ein Pädagogischer Tag aus beiden Themen - vormittags die eigene Anspannung, nachmittags der Unterricht.

Wie es Lehrkräften geht · Was im Unterricht ansetzt · Über mich

Die Lage

Wie es Lehrkräften geht

Vier Zahlen aus dem Deutschen Schulbarometer, erhoben im November und Dezember 2025 bei 1.547 Lehrkräften. Sie ordnen ein, worum es geht - ausführlich stehen sie auf einer eigenen Seite.

24 % mehrmals pro Woche erschöpft

Dazu 12 %, die sich täglich durch ihre Arbeit erschöpft fühlen. Über drei Erhebungen hinweg nahezu unverändert.

83 % zufrieden

Und trotzdem würden 28 % den Beruf wechseln, wenn sich die Möglichkeit böte. Beides gilt gleichzeitig.

Der stärkste Schutzfaktor liegt im Kollegium

Eine kooperative Schulkultur hängt deutlicher mit dem Wohlbefinden zusammen als jedes andere untersuchte Merkmal. Klassengröße und Schulgröße zeigen keinen Zusammenhang.

35 % sehen hier Fortbildungsbedarf

So viele nennen „Umgang mit beruflichen Belastungen / Gesundheitsförderung“ - gleichauf mit den digitalen Medien.

Alle Zahlen mit Fundstellen und Grenzen - auch die, die gegen ein Fortbildungsangebot sprechen.

Der Ansatz

Drei Ebenen - zwei davon kann ich bearbeiten

Belastung entsteht nicht an einer Stelle. Wer sie senken will, muss wissen, welche Ebene gerade bearbeitet wird.

Drei Ebenen der Belastung an Schulen Drei ineinanderliegende Ebenen. Außen die Struktur mit Personal, Zeit, Räumen und multiprofessionellen Teams - dort kann ein Workshop nichts ausrichten. In der Mitte der Unterricht mit Feedback, Kooperation, Motivation und Emotionen. Innen die Person mit dem Umgang mit Anspannung, Erholung und Achtsamkeit. Die inneren beiden Ebenen sind die beiden Workshop-Stränge. Wo lässt sich ansetzen? nicht mein Angebot Struktur Personal, Zeit, Räume, multiprofessionelle Teams Thema 2 Unterricht Feedback, Kooperation, Motivation, Emotionen Thema 1 Person Umgang mit Anspannung und Erholung Hier setzt Achtsamkeitstraining an. Ein Workshop erreicht zwei der drei Ebenen.
Die äußere Ebene bleibt Sache von Schulträger und Politik. Wo es an Personal, Zeit und Räumen fehlt, hilft keine Fortbildung.

Eine Ehrlichkeit gehört hierher: Der stärkste Schutzfaktor in den Daten ist die kooperative Schulkultur, und die liegt zum größten Teil auf der äußeren Ebene. Der Bericht empfiehlt dafür festgelegte Zeiten für Teamarbeit, kollegiale Hospitationen und gemeinsame Feedbackverfahren; wer das umsetzen soll, sagt er nicht. Nach meiner Einschätzung sind das Entscheidungen der Schulleitung, keine Fortbildungsinhalte. Ein Pädagogischer Tag kann ein Stück davon leisten, nämlich die gemeinsame Verständigung im Kollegium. Den Rest kann er nicht.

Thema 1 · Die eigene Anspannung

Was im Körper bei Dauerbelastung passiert, warum Erholung kein Luxus ist und wie sich Anspannung im Schulalltag früher bemerken lässt. Dazu Übungen, die in eine Fünf-Minuten-Pause passen.

Klassisches Feld der Stressprävention. Wirkt auf den Umgang mit der Belastung, nicht auf ihre Quelle.

Thema 2 · Das Geschehen im Unterricht

Gefragt nach ihren größten beruflichen Herausforderungen nennen Lehrkräfte am häufigsten das Verhalten der Schüler:innen - eine breite Sammelkategorie, die die Unterrichtsseite aufschlüsselt. Für einen Teil davon gibt es pädagogisch-psychologisches Handlungswissen: Feedback, das ankommt, Gruppenarbeit, die trägt, und ein Blick auf Motivation, der weiterhilft.

Was im Unterricht ansetzt

Nachfrage

Was sich Lehrkräfte selbst wünschen

Gefragt wurde, in welchen Bereichen persönlich Fortbildungsbedarf gesehen wird. Mehrfachnennungen waren möglich.

Fortbildungsbedarfe von Lehrkräften 52 Prozent nennen die Nutzung von Künstlicher Intelligenz, 47 Prozent den Umgang mit psychisch belasteten Schüler:innen, je 35 Prozent digitale Medien und den Umgang mit beruflichen Belastungen, 33 Prozent Förderbedarf, 30 Prozent individualisiertes Lernen, 27 Prozent mehrsprachige Klassen und 25 Prozent Verhalten und Klassenführung. Wo sehen Lehrkräfte Fortbildungsbedarf? Hervorgehoben ist das Feld, um das es hier geht. Nutzung von Künstlicher Intelligenz 52 % Umgang mit psychisch belasteten Schüler:innen 47 % digitale Medien für den Unterricht 35 % Umgang mit beruflichen Belastungen 35 % Unterrichten mit besonderem Förderbedarf 33 % Ansätze zu individualisiertem Lernen 30 % multikulturelle oder mehrsprachige Klassen 27 % Verhalten von Schüler:innen und Klassenführung 25 % Im Fragebogen heißt das hervorgehobene Feld vollständig „Umgang mit beruflichen Belastungen / Gesundheitsförderung“.
Deutsches Schulbarometer 2026, S. 69, Abb. 6.1; Wortlaut des Items im Fragebogen S. 99. Gezeigt sind die acht meistgenannten der siebzehn Themen, die die Abbildung ausweist.

Hervorgehoben ist nur ein Feld, und der zweithäufigste Bedarf gehört nicht dazu. Zum Umgang mit psychisch belasteten Schüler:innen biete ich nichts an: Erkennen, Beraten und Helfen im Krisenfall gehören zu Schulpsychologie, Schulsozialarbeit und Therapie. Der Bericht empfiehlt an dieser Stelle, die Zusammenarbeit dieser Professionen in der Schule zu stärken (S. 9). Ebenfalls blass bleibt mit 25 % das Feld „Verhalten von Schüler:innen und Klassenführung“, zu dem ich nichts anbiete.

Formate

Drei Zuschnitte

Dauer und Aufbau werden im Vorgespräch festgelegt. Beide Themen lassen sich in jedem Format umsetzen, einzeln oder kombiniert.

Pädagogischer Tag

halb- oder ganztägig · ganzes Kollegium

Ein Impuls für alle, danach Arbeitsphasen in kleineren Gruppen. Gearbeitet wird am mitgebrachten Material: an einer Gruppenarbeit, einer Rückmeldung, einer Aufgabe. Was davon im Alltag ausprobiert wird, verabredet das Kollegium selbst.

Kollegiums-Workshop

3 bis 5 Stunden · bis etwa 25 Personen

Ein Thema, in der Tiefe. Die Zeit reicht, um Übungen selbst zu machen und an eigenen Fällen zu arbeiten. Passt für Fachschaften, Jahrgangsteams oder eine Steuerungsgruppe.

Vortrag

60 bis 90 Minuten · Gesamtkonferenz

Ein klar umrissenes Thema, etwa die Lage laut Schulbarometer, was Erholung leistet oder warum die Klassengröße in diesen Daten so wenig erklärt. Geeignet als Auftakt für eine spätere Fortbildung.

Vor jeder Zusage steht ein kurzes Vorgespräch. Manchmal ergibt sich daraus, dass ein Workshop das Falsche wäre. Dann sage ich das.

Grenzen

Was ein Workshop leistet - und was nicht

Stress- und Achtsamkeitstrainings für Lehrkräfte zeigen im Mittel einen mittleren Nutzen - verglichen überwiegend mit Gruppen, die gar nichts bekamen, und gemessen an dem, was die Teilnehmenden selbst berichten. Die Studienlage fällt dabei vermutlich etwas zu optimistisch aus, weil Untersuchungen mit deutlichem Ergebnis häufiger veröffentlicht werden (Klingbeil & Renshaw, 2018). Das ist ein ordentliches Ergebnis. Es ist kein Versprechen.

Für das zweite Thema gilt eine eigene Einschränkung, ausführlich unter Was hier nicht steht: Der Nutzen für Kinder ist untersucht, der Weg von dort zur Entlastung der Lehrkraft ist eine begründete Annahme.

Der längere Hintergrund dazu steht im Wissensbereich unter Was Burnout ist - und was nicht.

Anfrage

Anfrage

Hilfreich für den ersten Kontakt: Schulform, ungefähre Größe des Kollegiums, Anlass und Zeitrahmen. Und ein Satz dazu, woran es gerade am meisten hakt.

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Wer dahintersteckt: Über mich · Übersicht aller Formate, auch für Kitas und Unternehmen: Workshops & Vorträge

Quellen

Woher die Zahlen stammen

  • Deutsches Schulbarometer 2026, Befragung Lehrkräfte. Robert Bosch Stiftung, Stuttgart 2026. Repräsentative Befragung von 1.547 Lehrkräften durch forsa, erhoben vom 11. November bis 2. Dezember 2025. Methodik und Grenzen der Quelle stehen ausführlich unter Wie es Lehrkräften geht. Die wenigen Seitenangaben dieser Seite beziehen sich auf diesen Bericht. Alle Ausgaben beim Deutschen Schulportal
  • Klingbeil, D. A. & Renshaw, T. L. (2018): Mindfulness-Based Interventions for Teachers: A Meta-Analysis of the Emerging Evidence Base. School Psychology Quarterly, 33(4), 501-511. 29 Studien, 347 Effektstärken; überwiegend passive Vergleichsgruppen und Selbstauskünfte - beides nennen die Autoren als Lücke.

Der Bericht heißt 2026, die Befragung lief Ende 2025. Diese Unterscheidung gehört immer dazu, weil sonst eine Aussage über die Gegenwart entstünde, die die Daten nicht decken.