Arbeit & Gesundheit

Was Burnout ist - und was nicht

„Burnout“ ist zum Alltagswort für jede Art von Erschöpfung geworden. Fachlich meint das Wort etwas Engeres: drei Dinge, die zusammenkommen müssen, und alle drei haben mit der Arbeit zu tun. Meist sagt Burnout mehr über den Arbeitsplatz aus als über die Person.

Burnout ist keine Krankheit und keine Charakterfrage. Es entsteht dort, wo Mensch und Stelle dauerhaft nicht zusammenpassen.

Definition

Was Burnout genau meint

Die Weltgesundheitsorganisation führt Burn-out in ihrem Verzeichnis ICD-11 - aber ausdrücklich nicht als Krankheit. Sie beschreibt es als etwas, das von der Arbeit kommt: aus Druck am Arbeitsplatz, der lange anhält und mit dem niemand gut zurechtkam.

Drei Kennzeichen gehören dazu. So heißen sie in der ICD-11, und so sind sie gemeint. Sie müssen immer wieder auftreten, nicht an einem schlechten Tag:

  • Erschöpfung. Die Energie ist aufgebraucht. Ausgelaugt, leer, am Ende.
  • Mentale Distanz, oft mit Zynismus. Die Arbeit rückt innerlich weg. Man geht auf Abstand, wird abweisend gegenüber dem eigenen Job, tut nur noch das Nötigste.
  • Verringerte berufliche Wirksamkeit. Das Gefühl, im Beruf nichts mehr zu schaffen und nichts zu bewirken.

Burnout heißt: alle drei, und zwar immer wieder. Müdigkeit allein reicht nicht. Diese drei Kennzeichen sind seit Jahrzehnten das Kernmodell der Forschung - sie erfassen mehr als nur die Erschöpfung, nämlich auch die Haltung zur Arbeit und das Urteil über die eigene Wirkung.

Nur erschöpft oder ausgebrannt: eine Säule oder drei Oben: nur die Säule Erschöpfung ist gefüllt, die beiden anderen sind niedrige leere Umrisse. Unten: alle drei Säulen sind gefüllt und gleich hoch. Der Unterschied ist die Anzahl der Kennzeichen, nicht die Stärke der Müdigkeit. Nur erschöpft Erschöpfung Zynismus Wirk- samkeit müde, mag die Arbeit weiter Ausgebrannt Erschöpfung Zynismus Wirk- samkeit alle drei, immer wieder
Oben eine gefüllte Säule, unten drei. Zwei Menschen können gleich müde sein. Burnout ist erst da, wenn der Abstand zur Arbeit und das Gefühl der Wirkungslosigkeit dazukommen.
Einordnung

Bin ich das?

Nicht jede Erschöpfung ist ein Burnout. Erschöpft sein kann viele Gründe haben und das ganze Leben betreffen: zu wenig Schlaf, Sorgen, die Pflege von Angehörigen, Krankheit. Burnout im engeren Sinn hängt an der Arbeit.

Und auch bei der Arbeit gibt es noch einen Unterschied. Wer zu viel zu tun hat, die Arbeit aber weiter mag und sich für fähig hält, ist erschöpft, aber nicht ausgebrannt. Ausgebrannt ist jemand erst, wenn alle drei Kennzeichen zusammenkommen. Dieser Unterschied entscheidet mit darüber, was hilft.

Ein Bild dafür: Zwei Kolleginnen sitzen freitags um sieben noch im Büro und sind gleich fertig. Die eine fährt heim und denkt: anstrengende Woche, aber das Projekt wird gut. Die andere denkt: soll doch jemand anders machen, ich kann es sowieso nicht. Beide sind müde. Nur bei einer ist es Burnout.

Dazwischen ist es auch kein Schalter, der umkippt. Zwischen „läuft gut“ und „ausgebrannt“ liegen mehrere Lagen. Bei manchen fehlt nur die Kraft. Andere sind ausgeruht, aber die Arbeit ist ihnen egal geworden. Wieder andere zweifeln an sich, obwohl es sonst niemand tut.

Fünf Muster zwischen „läuft gut“ und ausgebrannt Fünf Zeilen und drei Spalten: Erschöpfung, Zynismus, verringerte Wirksamkeit. Läuft gut: drei leere Kästchen. Dann je eine Zeile, in der nur ein Kästchen gefüllt ist. Unten ausgebrannt: alle drei gefüllt. Gefüllt heißt: fällt auf. Nicht zwei Zustände, sondern mehrere Muster Gefüllt heißt: fällt auf Erschöpfung Zynismus Wirksamkeit läuft gut nur müde nur Erschöpfung auf Abstand nur Zynismus zweifelt an sich nur die Wirksamkeit ausgebrannt alle drei zusammen
Ein Beispiel: In einer Teamrunde sagen alle vier, sie seien „irgendwie durch“. Eine ist erschöpft und freut sich trotzdem auf Montag. Einer ist ausgeruht und findet den Laden nur noch albern. Eine zweifelt an sich. Einer hat alles drei.

Wer nur müde ist, braucht oft etwas anderes als jemand, der der Arbeit innerlich schon den Rücken gekehrt hat. Genau deshalb steht auf dieser Seite kein Selbsttest. Der übliche Fragebogen aus der Forschung ist gebaut, um Gruppen zu vergleichen - nicht, um einer einzelnen Person etwas zu bescheinigen. Niemand braucht einen Punktwert, um zu wissen, wie es ihm geht. Bei starker Belastung zählt ärztliche Abklärung, kein Online-Test.

Und noch etwas gehört zur klaren Sprache: Ein Präventionskurs wie MBSR kann Stress vorbeugen und entlasten. Er ist aber keine Behandlung eines Burnouts und kein Heilversprechen.

Ursache

Woran es liegt

Meist ist es kein einzelnes Ereignis, das sich erzählen lässt. Es sind viele kleine Dinge, die den Alltag durchziehen und für sich genommen zu klein sind, um sie zu nennen.

Die übliche Frage lautet dann: Wer hält das nicht aus? Damit sitzt der Befund an der Person. Gemeint ist aber der Ort. Burnout sagt etwas über die Arbeitsbedingungen aus, nicht über die Zähigkeit eines Menschen.

Deshalb muss auch niemand erst als „Burnout-Fall“ gelten, bevor sich an der Arbeit etwas ändern darf. Man kann einen Arbeitsplatz verbessern, ohne jemanden dazu zu bringen, sich selbst so zu nennen.

Ein großes Ereignis gegen viele kleine Belastungen Oben ein großer Kreis in Nachtblau, beschriftet als ein benennbares Ereignis. Unten zwölf kleine Kreise in Coral, beschriftet als viele kleine Belastungen jeden Tag. Dieselbe Menge, einmal erzählbar, einmal zu klein, um sie einzeln zu nennen. Warum oft nichts Schlimmes zu nennen ist was man erwartet ein großes Ereignis benennbar, erzählbar was Burnout erzeugt viele kleine, jeden Tag einzeln zu klein, um sie zu nennen
Ein Beispiel: Jemand sagt „mir geht es eigentlich gut, es ist ja nichts passiert“ - und zählt dann auf: das Diensthandy am Wochenende, die Mail, die nie beantwortet wird, der Drucker im Nebengebäude.
Burnout als Signal über die Umgebung Ein Kreis Person in Coral sitzt in einem Nachtblau-Rahmen Umgebung. Ein Senf-Pfeil zeigt von der Person nach unten auf einen Kasten: Hier ist etwas zu ändern. Darunter: nicht mit der Person ist etwas nicht in Ordnung. DIE UMGEBUNG sechs Bereiche Person Signal Hier ist etwas zu ändern nicht: die Person ist zu weich Der Befund sitzt an der Person. Die Aussage gilt dem Ort.
Der Pfeil zeigt von der Person auf die Umgebung. Ein Beispiel: In einer Kita fallen drei Erzieherinnen in einem halben Jahr aus. Man kann drei Wiedereingliederungsgespräche führen. Oder fragen, warum es in dieser Kita drei sind und in der Nachbarkita keine.
Modell

Wo genau es hakt

Ein gut untersuchtes Modell nennt sechs Bereiche, in denen Mensch und Stelle zusammenpassen können - oder eben nicht. Entscheidend ist, wo es nicht passt. Und das ist oft nicht die Menge der Arbeit.

  • Arbeitslast. Wie viel zu tun ist, und in welcher Zeit.
  • Kontrolle. Ob man über Reihenfolge, Tempo oder Vorgehen mitentscheiden kann.
  • Anerkennung. Ob gute Arbeit bemerkt wird. Gemeint ist nicht vor allem das Gehalt, sondern Rückmeldung und das Gefühl, etwas gut gemacht zu haben.
  • Gemeinschaft. Ob Kolleginnen und Kollegen tragen, oder ob man allein steht.
  • Fairness. Ob Regeln, Lasten und Chancen gerecht verteilt wirken.
  • Werte. Ob die Arbeit zu dem passt, was einem wichtig ist.

Ein Beispiel: Jemand kündigt nach acht Jahren, obwohl die Stundenzahl gleich geblieben ist. Seit dem neuen Dienstplan darf er nicht mehr entscheiden, in welcher Reihenfolge er seine Touren fährt. Die Arbeitslast war nie das Problem. Die Kontrolle war es.

Eine praktische Frage hängt daran: Wenn eine neue Aufgabe dazukommt, muss eine andere weg. Die Formel „mehr mit weniger schaffen“ ist selbst schon ein Zeichen von Überlastung.

Die sechs Bereiche stammen von Christina Maslach und Michael Leiter, die auch die drei Kennzeichen beschrieben haben.

Sechs Bereiche zwischen Mensch und Arbeit Oben ein Kasten Mensch in Coral, unten ein Kasten Arbeit in Nachtblau. Dazwischen sechs Felder mit Senf-Rand: Arbeitslast, Kontrolle, Anerkennung, Gemeinschaft, Fairness und Werte. Das Risiko entsteht daraus, ob beides zusammenpasst. Nicht du, nicht die Stelle: ob beides zusammenpasst Mensch Arbeitslast Kontrolle Anerkennung Gemeinschaft Fairness Werte Arbeit Risiko entsteht, wo eines dieser Felder nicht passt. Oft nicht das erste.
Die sechs Bereiche liegen zwischen Mensch und Arbeit. Zwei weitere Modelle zur Arbeit stehen auf der Seite Wenn Arbeit auslaugt.
Was hilft

Aushalten oder ändern

Urlaub, kürzere Wochen, freie Tage helfen beim Aushalten. Nach der Rückkehr ist die Arbeit aber dieselbe. Etwas anderes ist es, an den Bedingungen selbst etwas zu ändern, damit die Belastung gar nicht erst so entsteht.

Yoga, Meditation oder ein Zuschuss fürs Fitnessstudio können entlasten. An den Arbeitsbedingungen ändern sie nichts. Ein Achtsamkeitskurs gehört in dieselbe Reihe: Er kann helfen, mit der Belastung umzugehen. Die Arbeit selbst bleibt, wie sie ist.

Beides hat seinen Platz. Nur das Zweite ändert das, was den Burnout erzeugt. In der Forschung lag der Schwerpunkt lange bei der Person: weniger arbeiten, besser abschalten, fitter werden. Die Belege sprechen eher für die andere Seite.

Angebote von oben scheitern oft an der Umsetzung. Ein Sportplatz auf dem Dach nützt wenig, wenn niemand freibekommt. Gut gemeint, aber ohne die Frage, ob es in den Arbeitstag passt.

Eine Grenze hat das Modell: Es setzt meist eine Firma voraus, die etwas ändern könnte. Wer selbstständig arbeitet oder Angehörige pflegt, hat niemanden, der die Bedingungen umbaut. Dann bleibt, was sich selbst gestalten lässt: Aufgaben streichen, Pausen schützen, Grenzen setzen. Das ändert die Lage nicht so gründlich. Oft ist es trotzdem der Hebel, den es gibt.

Urlaub senkt die Belastung nur vorübergehend, eine geänderte Arbeitsbedingung dauerhaft Zwei getrennte Verläufe untereinander, beide über der Zeit. Oben in Coral: die Linie liegt hoch, fällt beim Urlaub tief und steigt danach auf die alte Höhe zurück. Unten in Nachtblau: die Linie liegt hoch, fällt weniger tief, sobald sich an der Arbeit etwas ändert, und bleibt dann auf dieser tieferen Höhe. Der Unterschied ist nicht, wie tief es geht, sondern ob es so bleibt. Je höher die Linie, desto mehr Belastung. Urlaub nehmen hier: Urlaub Danach ist alles wie vorher. An der Arbeit ändert sich etwas hier: neuer Dienstplan Die Belastung bleibt niedriger.
Nach zwei Wochen Nordsee kommt jemand erholt zurück, findet den vollen Posteingang vor und ist am Donnerstag wieder da, wo er im Juni war. Der Urlaub war nicht umsonst. Er hat nur nichts an dem Posteingang geändert.
Was Studien zeigen

An der Arbeit ansetzen wirkt stärker

Eine Auswertung vieler Studien zu Ärztinnen und Ärzten hat verglichen, was gegen Burnout hilft. Ergebnis: kleine, aber verlässliche Rückgänge der Erschöpfung. Gemessen wurde dabei nur die Erschöpfung, nicht Burnout als Ganzes - und verglichen wurde mit Gruppen, die nichts bekamen.

Der Unterschied sitzt in der Art der Maßnahme. Wird an der Arbeit etwas geändert - Dienstpläne, Abläufe, Zuständigkeiten -, fällt die Wirkung stärker aus. Wird bei der Person angesetzt, etwa mit einem Kurs zur Stressbewältigung, wirkt es ebenfalls, nur schwächer. „Bringt nichts“ ist damit nicht gedeckt. „Bringt weniger als die Arbeit zu ändern“ ist gedeckt.

Zum Einordnen der Zahlen: Eine Psychotherapie gegenüber gar keiner Behandlung kommt auf 0,32, ein Schmerzmittel wie Ibuprofen gegenüber einer Scheintablette auf 0,14. Der vollständige Maßstab steht in Wie groß ist ein „mittlerer Effekt“?.

Die Zahlen gelten für Ärztinnen und Ärzte, nicht für alle Berufe. Die Richtung tragen sie trotzdem: Wer Burnout verringern will, kommt an der Arbeit selbst nicht vorbei.

Etwas an der Arbeit ändern hilft mehr als ein Kurs Zwei Balken nach rechts, beide in dieselbe Richtung. Der längere steht für Änderungen an der Arbeit und reicht bis minus 0,45. Der kürzere steht für Kurse und reicht bis minus 0,18. Beide Werte sind statistisch bedeutsam. Was die Erschöpfung senkt gemessen in Studien Arbeit geändert -0,45 Kurs für die Person -0,18 0 -0,25 -0,50 20 Vergleiche aus 19 Studien, 1.550 Ärztinnen und Ärzte. Beide Werte sind statistisch bedeutsam.
Der längere Balken steht für Änderungen an der Arbeit, der kürzere für Angebote an die Person. Beide senken die Erschöpfung. Der kürzere ist kleiner, nicht wirkungslos. Eine Klinik bietet einen Kurs an: Damit bekommt die Person Hilfe. Dieselbe Klinik ändert den Dienstplan, sodass niemand mehr allein Nachtdienst hat: Damit ändert sich die Arbeit selbst. Der größere Effekt hält eher, weil die Arbeit danach anders läuft.
Zahlen

Was von den Schlagzeilen zu halten ist

Studien stellen dieselbe Frage: Wie viele sind ausgebrannt? Und kommen zu ganz anderen Zahlen. Der Grund liegt in der Definition. Jede Studie legt selbst fest, ab wann jemand als ausgebrannt gilt. Eine Übersicht über 182 Studien mit rund 110.000 Ärztinnen und Ärzten aus 45 Ländern fand mindestens 142 verschiedene Festlegungen. Deshalb lagen die berichteten Häufigkeiten zwischen 0 und 80,5 Prozent.

0 Prozent heißt nicht, dass niemand ausgebrannt ist. Es heißt: Nach der Festlegung dieser einen Studie galt niemand als ausgebrannt. 80,5 Prozent heißt: Nach einer anderen Festlegung galt die Mehrheit als ausgebrannt. Eine Schlagzeile mit „zwei Drittel“ oder „80 Prozent“ sagt deshalb wenig über die einzelne Person. Und wenig, das sich vergleichen lässt. Ob Burnout zugenommen hat, lässt sich daraus nicht ablesen.

Dieselbe Frage nach Burnout-Häufigkeit liefert je nach Definition 0 bis 80,5 Prozent Links 0 Prozent aus einer Studie. Rechts 80,5 Prozent aus einer anderen Studie. Eine Senflinie verbindet beide. Der Abstand kommt daher, dass Studien Burnout verschieden definieren, nicht daher, dass niemand oder fast alle ausgebrannt wären. Dieselbe Frage, ganz andere Zahlen Wie viele sind ausgebrannt? 0 % 80,5 % eine Studie andere Studie Jede Studie definiert Burnout anders. 182 Studien · 45 Länder · 142 Definitionen 109.628 Ärztinnen und Ärzte
Eine Studie kam auf 0 Prozent. Eine andere auf 80,5 Prozent. Beide fragten, wie viele ausgebrannt sind. Sie zählten unterschiedlich.
Wichtig

Wann ärztliche Hilfe zählt

Wenn die Belastung stark ist, lange anhält oder Schlaf, Stimmung und Alltag darunter leiden, ist das kein Bereich zum Durchhalten. Dann gehört es ärztlich oder psychotherapeutisch abgeklärt. Die Hausarztpraxis ist dafür die einfachste erste Adresse. Gerade weil Therapieplätze knapp sind, lohnt sich ein früher erster Schritt.

Ob Burnout und Depression sauber zu trennen sind, wird in der Fachwelt diskutiert. Beide überschneiden sich stärker, als die getrennten Wörter vermuten lassen. Für die Behandlung bei starker Belastung sind ärztliche und psychotherapeutische Hilfen zuständig, nicht ein Präventionskurs.

Diese Seite informiert. Sie ersetzt keine Beratung, Diagnose oder Behandlung.

Einordnung

Wie gut belegt ist das?

Dass Burnout von der Arbeit kommt und keine Krankheit ist, ist internationaler Standard: Es steht so in der ICD-11 der WHO. Die drei Kennzeichen - Erschöpfung, mentale Distanz mit Zynismus und verringerte berufliche Wirksamkeit - sind das über Jahrzehnte gewachsene Kernmodell der Burnout-Forschung. Die sechs Bereiche stammen aus demselben Strang.

Wo genau „viel Stress“ in „Burnout“ übergeht, lässt sich nicht scharf ziehen. Der Übergang ist fließend. Deshalb sind Häufigkeitsangaben mit Vorsicht zu lesen. Dass Änderungen an der Arbeit stärker wirken als Angebote an die Person, zeigt die vorliegende Auswertung - beides wirkt. Die Aufteilung in fünf Muster stammt von Leiter und Maslach; spätere Arbeiten finden nicht immer genau diese fünf. Was trägt, ist die Richtung: Zwischen „alles in Ordnung“ und „ausgebrannt“ liegen mehrere Lagen. Die scharfe Trennung von der Depression bleibt umstritten. Ob Burnout zugenommen hat, ist aus den vorliegenden Prozentzahlen nicht zu belegen.